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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

064 - Aufstehen und Melden

10-Jan-2019
Wort Gottes            
Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen.
So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; / denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, / damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde / und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Lk 4,14-22
Denken
Wir sind in der Synagoge von Nazaret, die besonders am Samstag von Alten, Priestern, Gesetzlehrern und der Creme der jüdischen Religion besucht wird. Jesus hat kurz die Taufe von Johannes dem Täufer bekommen; der Heilige Geist ist auf ihn hinausgestiegen und hat ihn in die Wüste geführt, wo er vierzig Tage vom Teufel in Versuchung geführt wurde (Lk 4, 1-12). Nachdem er die Versuchungen des Ruhms, der Macht und des Reichtums überstanden hat, ist er bereit, seine irdische Mission anzufangen, und heute erscheint er auf der Bildfläche in der Synagoge seiner Stadt.
Während alle darauf wartend sitzen, dass das Wort Gottes vorgelesen wird, steht von dem Heiligen Geist getrieben Jesus auf und liest. Einer der Anwesenden, vom demselben Geist getrieben, gibt ihm das „Buch des Propheten Jesaja“. Jesus liest es schnell durch und findet die Passage, die ihn als den Christus, den seit jeher erwarteten, anzeichnet: „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe“. Dann meldet er persönlich die Einsetzung jenes Moments: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“. Nach diesem Anfang scheint es, dass seine Mission ganz zum einfachen Erfolg bestimmt wäre, aber es wird nicht so sein. Die Anwesenden verurteilen sofort den wichtigsten Grund, wozu er später immer bekämpft wird: „Ist das nicht der Sohn Josefs?“. Sie können nicht seine Göttlichkeit in seiner Normalität akzeptieren.
Trotzdem, gibt uns Jesus heute ein großes Zeugnis: Den apostolischen Mut, aufzustehen und in Gottes Namen zu sprechen. Das ist der apostolische Geist, den die Kirche mit den letzten Päpsten wiedergefunden hat und den die Menschheit dringend braucht. Hilf uns auch, Herr, aufstehen, um unseren Glauben auszusprechen und die christliche Werte zu behaupten.


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY