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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

065 - Das Geheimnis der Sünde

11-Jan-2019
Wort Gottes            
Als Jesus in einer der Städte war, kam ein Mann, der am ganzen Körper Aussatz hatte. Sobald er Jesus sah, warf er sich vor ihm zu Boden und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Da streckte Jesus die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz. Jesus befahl ihm: Erzähl niemand davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, wie es Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (deiner Heilung) sein. Sein Ruf verbreitete sich immer mehr, sodass die Menschen von überall herbeiströmten. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Doch er zog sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten. Lk 5,12-16
Denken
Auf dem toskanischen Land des Mugello erzählt man, dass Leonardo da Vinci mehr als zwanzig Jahre gebraucht hätte, um das Cenacolo, das das letzte Abendmahl Jesus mit den Aposteln darstellt, zu malen.
Er sollte am Anfang viel Zeit brauchen, um den Menschen zu finden, der Muster sein konnte, um Jesus zu malen. Dann fand er einen Jungen mit einem schönen Gesicht gutes Ausdrucks und einem klaren Blick und er konnte sein Werk anfangen. Er malte Jesus und die ersten elf Apostel, dann hielt er, da er keinen Menschen mit einem genug finsteren und undurchsichtigen Ausdruck finden konnte, der Muster sein konnte, um Judas zu malen. Endlich fand er jenen auch und Leonardo kehrte zur Arbeit zurück, um sein wunderbares Abendmahl zu beenden. Als er Judas malte, begann sein Muster zu weinen. Leonardo fragte ihn: „Warum weinst du?“ „Weil ich derselbe Mann, der dir vor zwanzig Jahre Muster für Jesus war, bin“ antwortete der Mann. „Wirklich? Was ist denn mit dir passiert?“ Er antwortete: „Es war die Sünde!“.
Vielleicht ist das nur eine der vielen Legenden aus Toskana, die Oma Rita so sehr liebte und ihren Schülern immer erzählte, aber sie beschreibt die Wirkung der Sünde auf den Menschen sehr gut. Die Sünde ist wie der Aussatz: Sie entstellt dem Gesicht eines Menschen, bis zu er unerkennbar wird. Das Evangelium von heute stellt einen Aussätzigen vor, der Jesus danach fragt, gesund gemacht zu werden, und Jesus macht ihn gesund. Es ist ein Wunder, das zwischen der Weihnachtszeit, wann wir das Geheimnis der Verkörperung nachgedacht haben, und Fastenzeit, die mit dem Tod und Auferstehen Jesus endet, stattfindet.
Es spricht uns über die Menschheit, die braucht, vom Aussatz der Sünde befreit zu werden. Diese Sklaverei, die dem Menschen angeboren ist, bleibt ein Geheimnis. Es ist ein Geheimnis, dass der Mensch Befriedigung im falschen Begriff der Übertretung findet. Es ist ein Geheimnis, dass die jungen Leute Befriedigung in der Nacht darin finden, die Stadt zu zerstören und zu entstellen, so wie die aggressiven Verhalten gegen sich selbst und die anderen, die die Seiten der Zeitungen füllen, ein Geheimnis sind. Obwohl Jesus sie am Kreuz besiegt hat, bleibt die Sünde auf der Welt und sie ist ein Geheimnis, so wie der Aussatz, die zerstörend und hinterlistig das menschliche Aussehen entstellt, gleich ein Geheimnis ist.


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY