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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

067 - Die echte Bescheidenheit ist Adel

12-Jan-2019
Wort Gottes            
Darauf ging Jesus mit seinen Jüngern nach Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. Aber auch Johannes taufte damals, und zwar in Änon bei Salim, weil dort viel Wasser war; und die Leute kamen und ließen sich taufen. Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. Da kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden zum Streit über die Frage der Reinigung. Sie gingen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der Mann, der auf der anderen Seite des Jordan bei dir war und für den du Zeugnis abgelegt hast, der tauft jetzt, und alle laufen zu ihm. Johannes antwortete: Kein Mensch kann sich etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst könnt mir bezeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Messias, sondern
nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.
Joh 3,22-30
Denken
Der Adel hatte einmal solche Gewohnheit: wenn ein junger Mann adeliger Familie sich in eine junge Frau unterer Schicht verliebte und sie kennen lernen und heiraten wollte, ging er zu ihr nicht persönlich, sondern seine Familie offenbarte seine Absichten, indem sie einem Freund oft mittlerer Schicht den ersten Kontakt anvertraute. Manchmal geschah es, dass die junge Frau sich in den Freund, die sie kennen gelernt hatte, verliebte. Der Freund musste nicht, als ein Mann von Ehrgefühl, die Gelegenheit ausnutzen, indem er zurückzog, um dem Adelmann, den er repräsentierte, freie Bahn zu lassen. Das ist, was heute zwischen Jesus von Nazaret und Johannes dem Täufer passiert ist. Gott hatte Johannes mit dem Auftrag anvertraut, der Welt seine Absichten offenbart zu machen, sich mit der Menschheit zu verschwägern, indem er sie zu seinem Sohn, Jesus von Nazaret, heiraten ließ. Die Braut veränderte ihrerseits ihren Namen, als sie in die göttliche Familie eintrat: sie hieß Kirche, und nicht mehr Menschheit.
Die Passage des Evangeliums von heute sagt uns, dass Johannes der Täufer den Auftrag, womit er anvertraut worden war, als ein Mann von Ehrgefühl erfüllt hat: „Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht“. Der Bräutigam ist derer, dem die Braut gehört, aber der Freund des Bräutigams, der anwesend ist und ihm zuhört, jubelt mit Freude über die Stimme des Bräutigams: „Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“. Das ist Bescheidenheit bis zum Punkt, dass sie echter Adel wird.


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY