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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

627 - Die Schöpfung, Liebesakt Gottes

07-Jan-2018 - II Sonntag nach Weihnachten
Wort Gottes            
Die Weisheit lobt sich selbst und rühmt sich inmitten ihres Volkes; in der Gemeinde des Höchsten tut sie ihren Mund auf und rühmt sich vor seiner Heerschar:…. Da gebot mir der Schöpfer des Weltalls, und er, der mich geschaffen, wies mir eine feste Wohnung an mit den Worten: ›In Jakob nimm deinen Wohnsitz und in Israel sollst du deinen Erbbesitz erhalten!‹ Vor aller Zeit, im Anfang, hat er mich geschaffen, und bis in Ewigkeit werde ich kein Ende nehmen. …. in der geliebten Stadt hat er mir gleichermaßen einen Sitz verliehen, und in Jerusalem war (oder ist?) mein Machtbereich.
Und ich schlug Wurzel in dem gepriesenen Volk, im Erbteil des Herrn, seinem Eigentumsvolk.
Sir 24,1-2.8-12
Denken
Die Stelle von heute kommt aus dem Buch Sirach, einem der Weisheitsbücher, die so genannt werden, da sie öffentlicher oder weniger von der jüdischen Weisheit wie eine Gabe der Göttlichen handeln. Das Buch Sirach kann in zwei Teile unterteilt werden: der erste ist eine Sammlung Maximen, der andere ist ein Lob der große Personen der Geschichte Israels. Der Ausdruck und die konkrete Kodifizierung solcher Weisheit ist das Gesetz, das von Gott dem jüdischen Volk gegeben wurde. Über die göttliche Weisheit, von denen man am Anfang der Stelle von heute redet, sagt man, dass „in der Gemeinde des Höchstens sie ihren Mund auftut“; deshalb identifiziert die Kirche sie mit der Person des Heiligen Geists, von dem Jesus in den Evangelien redet. Nach der Ansicht Israels war es die Weisheit Gottes, die die Welt, den Menschen und das Universum schuf, die leben und sich bewegen, indem sie göttlichen Gesetzen und Harmonien folgen. Im Laufe der Jahrhunderte und -Tausende hat die Wissenschaft versucht, diesen Gesetzen, die auch von anderen Religionen und Kulturen geahnt wurden, eine physische und mathematische Formulierung zu geben, bis man eine universelle Gravitationsgesetz entdeckt hat. Das ist eine progressive Entdeckung gewesen, die mit Galileo begonnen ist, von Newton und später Einstein verbessert worden ist, bis die heutigen Formulierungen erreicht worden sind. Was auch die endgültige Formulierung dieses Gesetzes ist, ist es nun klar, dass die Sterne des Universums und die Elemente des Atoms sich auf harmonischen Flugbahnen nach dem dynamischen Gleichgewicht der Anziehungskraft unter einander bewegen. Es ist die Weisheit Gottes, die alle Körper und alle Sachen belebt. Jesus Christus hat uns aber gezeigt, dass der höchste Ausdruck Gottes ist nicht die Weisheit, sondern die Liebe: Die ganze Schöpfung ist das Ergebnis der Liebe Gottes. An die Liebe Gottes wenden sich nicht nur die Anziehungskraft und die Bewegungen der Körper und der Sachen, sondern auch jene der Menschen. Trotzdem werden jene, die Anziehungskraft sein sollen, oft Repulsion wegen der Sünde, und manchmal werden sie sogar Kriege. Unser Glaube sagt uns aber, dass die Liebe der Motor des ganzen Universums ist, und, wenn die Menschen die Vergebung in die Tat umsetzen, entsprechen sie dem wunderbaren Plan der Schöpfung, und so werden sie Teil der Ansicht Gottes.


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY