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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

242 - Die Treue Gottes

04-Jun-2018 - XII Woche im Jahreskreis - Samstag
Wort Gottes
Der Herr erschien Abraham bei den Eichen von Mamre. Abraham saß zur Zeit der Mittagshitze am Zelteingang. Er blickte auf und sah vor sich drei Männer stehen. Als er sie sah, lief er ihnen vom Zelteingang [...] und sagte: Mein Herr, [...] geh doch an deinem Knecht nicht vorbei! Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen. Ich will einen Bissen Brot holen und ihr könnt dann nach einer kleinen Stärkung weitergehen [...]. Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara und rief: Schnell drei Sea feines Mehl! Rühr es an und backe Brotfladen! Er lief weiter zum Vieh [...]. Er wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen. [...] Da sprach der Herr: In einem Jahr komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben. [...] Sara lachte daher still in sich hinein und dachte: Ich bin doch schon alt und
verbraucht und soll noch das Glück der Liebe erfahren? [...] Da sprach der Herr zu Abraham: [...] Ist beim Herrn etwas unmöglich? Gen 18,1-14
Denken
Die großen Persönlichkeiten der Geschichte des Heils sind ein Vorbild mit ihren Tugenden: Die Tugend Abraham ist der Glaube. Er ist der Mann des Versprechens Gottes: „Geh hinaus aus deinem Land und aus deine Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen“ (Gen 12, 1-2). Nachdem Abraham ins Land Kanaan angekommen war, erschien der Herr neulich vor ihm und sagte: „Deinem Samen will ich dieses Land geben!“ (Gen 12, 7). Mit diesem Versprechen machte Abraham im Schweigen Gottes fort, aber, wenn er schon alt war, schwankte sein Glaube: „Herr, mein Herr, [...] ich gehe doch kinderlos dahin“. Und Gott antwortete: „Der aus deinem Leib hervorgehen wird, der soll dein Erbe sein! Sieh doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So soll dein Same sein!“ (Gen 15, 1-5). In jenem Moment schwankte der Glaube Abrahams und seiner Frau Sara noch einmal: anstatt Gott zu trauen, entschieden sie sich, sich in die Tat umzusetzen.
Da Sara schon alt war, schloss sich Abraham mit ihrer Zustimmung dem Sklavin Agar und Ismael wurde geboren, der beiläufig der Sohn des Versprechen den Moslimen ist. Es passierte Abraham - und es passiert allen - dass sein Glaube schwankte und er hastige Entscheidungen traf, aber Gott bleibt seinem Versprechen egal treu. In unserem Leben wirkt er sogar, nachdem er den Menschen fast gebracht hat, beim Warten den Glauben zu verlieren, damit es ihm klar wird, dass er treu ist, da er Gott ist, und nicht wegen des Glaubens des Menschen. Nach allen diesen Ereignissen, die im Buch Genesis erzählt werden, lesen wir heute: „Der Herr erschien Abraham bei den Eichen von Mamre“ zusammen mit zwei Engeln, wie drei Wanderer. Abraham war ein großherziger und gastfreundlicher Mann und empfang ihn wie einen Mann desselben Rang, und der Herr erneuerte sein Versprechen, nachdem er sich gestärkt hatte. Aber Sara, die schon alt und nicht mehr fruchtbar war, lächelte aus Unglaublichkeit. So wurde Abraham gefragt: „Ist beim Herrn etwas unmöglich?“ Dieselbe Frage wird uns heute gestellt.


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY